Mein Jakobsweg 2019 .. .. der Weg ist das Ziel

Tag 40    12.6.2019:  Heimreise, interessante Gespräche am Flughafen , "Licht dieser Welt"

8 km  x m  x m

7:30 Abmarsch

Leider gibts hier nirgendwo ein Frühstück. Die kleine nächste Bar mit Tante-Emma-Laden hat leider (noch) zu.

Aber am Ende des Ortes, bin ich dann doch fündig geworden. Da hab ich auf dem Hinweg schon gegessen 3€

Heute kommen mir wieder hunderte Geisterfahrer entgegen. Doch die Meisten sind besser drauf, als die von gestern. Ich habe unzählige Male „Olla“ also Hola (Hallo) gesagt. Irgendwann wirds zuoft. Ich schaue also nun auf mein Handy und schreibe diese Zeilen. Dann sehe ich nichts. Es gibt jedoch eine Bevölkerungsgruppe, welche sich hartnäckig weigert die Landessprache Spanisch hier zu akzeptieren und sagt „Boschuur“. Auf der Busfahrt nach Santiago ist hier auch schon ein Mann aus diesem Land aufgefallen.

Also habe ich nun eine neue Strategie entwickelt: ich sage nichts und warte lieber mal ab, ob mich jemand anspricht und grüße dann natürlich zurück. Viele gucken einfach nur komisch. Manche fragen, ob das der richtige Weg für sie nach Santiago sei. Merkwürdige Frage. Hier laufen hunderte Pilger und es gibt ja immer noch unzählige Schilder und gelbe Pfeile.

 

Das letzte Bild, dass ich auf dem Camino machte, hat auf mich einen tiefen Eindruck hinterlassen. Es war ein ganz normaler Wegweiser mit der Jakobsmuschel und einem gelben Pfeil. Jemand hat da was draufgekritzelt: „The light you see“ und darunter „The light you are“. Für die only german native speaker: Das Licht, dass du siehst. Das Licht bist DU.

 

9:15 endlich die Erlösung ist da. Ich verlasse nun die Pilgerautobahn nach 6,5 km und erreiche den Abzweig Richtung aeropuerto (Flughafen)

9:50 nach 8,8 km am Flughafen.

Unten ist die Ankunftshalle und oben die für den Abflug.

Rucksack einwickeln lassen mit Folie kostet 9,50€. Ist aber sinnvoll, da hier zuviele Bändel (Gurte) abstehen.

Essen, Trinken 8€

 

Jetzt sitze ich hier im Sicherheitsbereich und weiß nicht so recht was ich treiben soll, da ich zu früh da bin. Da dachte ich so bei mir: du hast schon lange keine „stille Zeit“ mehr gemacht. Also mache ich da weiter, wo ich vor dem Pilgern aufgehört habe: am 25.4 bei Römer 12,14-21. Ich dachte an die Südkoreaner, die sich oft vordrängelten und ihre Betten nicht abzogen, wie es andere tun. Die soll ich gern haben. Okay. Da muss ich noch an mir arbeiten. Dann stieß ich in den Erklärungen auf Johannes 8,12: Jesus sprach weiter zu den Leuten: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben.«

 

Und da fiel mir wieder das letzte gemachte Bild ein (siehe oben). Jetzt ging mir ein Licht auf.

 

Im Wartebereich vor dem Gate hatte ich einige sehr interessante Gespräche mit Pilgern aus Hamburg. Sie vermisste, wie ich auch, die Spiritualität und den religiösen Bezug. Aus dem Osten kommend hat sie natürlich bisher wenig gehört von der guten Nachricht. Aber spürt irgendwie ein Verlangen. Vielleicht hat sie dies auf dem Camino gesucht und nicht gefunden. Ging mir ähnlich.

Ich habe ihr empfohlen sich vor Ort eine evangelikale oder freie Gemeinde zu suchen und meinen Blog zu lesen. Oben gibts ja auch den Link für email Kontakt. Außerdem empfahl ich ihr das zu lesen: Römer Kapitel 1..3 und ab 1. Korinther 1,18. Da steht einiges drin, wie unsinnig das christliche Geheimnis klingt. Und etwas über die Weisheit der Klugen, welche alles zu wissen glauben. Na, hat ja heute super gepasst mit dem Licht (siehe oben)!

Vielleicht musste ich deshalb auf den Camino? Wenn du das liest, dann melde dich (email Kontakt oben).

 

14:45 ich bin wieder auf dem Boden, in Madrid. Das Aussteigen hier dauert aber ziemlich lange, da hier nur eine Türe vorne.

Ich habe gelesen, dass ich mein Gepäck abholen soll und neu einchecken muss, da ich nun mit einer anderen Fluggesellschaft nach Alemania fliege. Mein Rucksack ist da. Also folge ich der Beschilderung: Exit, departure. Finde aber nirgends Ryanair. Ich frage jemand. Bin aber leider am falschen Terminal. Runter zu dem Transfer Bus und zu T2. Aber zuerst kommt T3, Parking, T1 und dann T2. Immerhin kostenlos. Kein Ryanair in Sicht , aber da ist das Gate. Also nix wie rein, denn ich habe schon aufm Handy das elektronische Boarding Ticket samt Barcode. Alles hübsch ins Körbchen legen, Augen zu und durch den Scanner. Der freundliche Beamte erklärte mir in perfektem Spanisch, dass ich mit dem Treckingstöcken im Rucksack hier nicht weiter darf und wieder zurück muss. Also raus und Ryanair-Schalter suchen, warten, Gepäck aufgegeben und zurück. War mir ja fast klar, dass ich hier nicht so leicht ein zweites mal reindarf, obwohl ich gefragt habe und gebeten habe den Eintritt freizuschalten. Nach persönlicher Einzelbehandlung gings dann.

Endlich drin habe ich genug Zeit das alles zu schreiben, was du nun zu lesen hast. Danke für die Geduld.

16:30 Burger Burger Menü

23:12 der ICE kommt mindestens 10 Minuten später und mein Wagon mit meiner Reservierung entfällt. Aber diese 4,50€ fordere ich zurück. Bahnfahren macht Spaß und schont die Umwelt.

Durchsage: Jetzt sinds schon 10..15 Minuten. Wer bietet mehr?

Durchsage: noch 5 Minuten

Zum Glück habe ich mir vorhin noch ein Bier geholt (kein Bierchen). Denn jetzt sinds wieder 10 Minuten. Warum halten die nicht einfach die Klappe und lassen mich in Ruhe meinen Kummer über die DB ersäufen?

Durchsage: 15 Minuten. Ich glaube ich hole mir noch ein Bier.

Ich sitze nun in dem ca 17 Minuten verspäteten ICE

Laut DB App und Auskunft beim Schaffner, wartet meine Anschluss S-Bahn aber nicht. Am Bahnhof kam dann eine Durchsage, dass diese Verspätung hat und noch kurz wartet. So kam ich dennoch, wie geplant zuhause an.